Umgang mit Lebenskrisen und warum Perspektiven wichtig sind
Das Jahr 2020 ist in die Geschichte eingegangen. Aus dem Nichts wurden wir durch eine Pandemie überrumpelt. Unsicherheit und Ängste machten sich breit. Der sicher geglaubte Boden unter den Füssen begann zu wanken. Über den Umgang mit Lebenskrisen und warum Perspektiven unersetzlich sind.
Die Themen im Überblick:
Vom Umgang mit Lebenskrisen und warum Perspektiven für uns Menschen dabei sehr wichtig sind.
Lebenskrisen überraschen uns meistens
«An einem Tag wie jeder andere» ist ein alter Buch-Bestseller von Joseph Hayes. Die Familie Hilliard wird plötzlich, mitten in ihrem normalen, bürgerlichen Leben, vor Entscheidungen von tödlichem Ernst gestellt. Drei entlaufene Sträflinge dringen in die friedliche Villa ein, um sich dort vor ihren Verfolgern zu verbergen, und zwingen Vater, Mutter, Tochter und den kleinen Sohn, ihr Leben so weiterzuführen, als sei nichts geschehen. Zwar geht es äusserlich weiter wie an jedem anderen Tag, doch hat sich die Welt für die Betroffenen in grausamer Weise verändert …
Corona löste ähnliche Gefühle aus. Unsere Welt hat sich unvorstellbar verändert …
Krisen nehmen keine Rücksicht auf unser inneres Tempo.
Plötzlich ist alles anders
Warum hat uns diese Corona-Pandemie so hart getroffen? Aus der Geschichte wissen wir, es gibt Hungersnöte, es gibt Kriege, es gibt Krankheiten.
Vieles davon ist weit weg – zeitlich oder örtlich – und betrifft uns darum nicht direkt. Was weiter weg ist, lässt sich auch besser verdrängen oder es ist ganz einfach nicht auf unserer Prioritätenliste. Wir können nicht alles tun und berücksichtigen. Das ist völlig verständlich. In solchen Ausnahmesituationen kommt oft die Schuldfrage auf.
«Irgendjemand muss schuld sein, wenn die Logik versagt.»
Statt Schuldzuweisung Eigenverantwortung übernehmen
Vorwürfe und die Suche nach allfälligen Schuldigen bringen uns nicht weiter. Wir müssen bei uns bleiben. Eigenverantwortung übernehmen. Denn wir sind es, die einen grossen Einfluss auf die nötigen Massnahmen und späteren Auswirkungen haben. Es geht dabei auch um unseren Fokus.
Loslassen können in insbesondere im Umgang mit Lebenskrisen immens wichtig. So werden wir innerlich wieder freier und können uns neu entfalten.
«Jeder Tourist möchte die «Big 5» oder zumindest einen Löwen sehen.»
Der Begriff «Big Five» stammt aus der Grosswildjagd und steht für fünf bestimmte Tiere: Elefant, Nashorn, Büffel, Leopard und Löwe.
Morkel Erasmus, ein Natur- und Tierweltfotograf aus Südafrika, schreibt in einem Blog über Tierfotografie, wie sich zahlreiche Fototouristen fasziniert auf Löwen konzentrieren. Dabei schläft und faulenzt dieser satte 20 Stunden am Tag. Sein Ruf und sein Image als König der Tiere ziehen unsere volle Aufmerksamkeit auf sich.
Die Corona-Pandemie ist auch eine Art «Löwe» gewesen und hatte eine enorme Anziehungskraft
Unsere Sichtweisen richten sich ganz stark auf Massnahmen, Quoten und Verhalten, die wir kennen. Die Welt ist durch Corona nicht mehr wie sie war. Doch das stimmt nicht. Vieles ist wie bisher.
«Wir selbst sind es, die bestimmten Ereignissen eine bestimmte Bedeutung geben. Und das ist bei jedem Menschen ganz anders.»
War diese Pandemie nur ein Gedankengebilde? Nein, ganz sicher nicht. Sie ist uns durch Ihre Auswirkungen sehr nahe gekommen und muss damals wie heute ernst genommen und aufgearbeitet werden!
Lebenskrisen zwingen uns meistens grössere Veränderungen auf. Entsprechend braucht unsere Psyche Zeit, damit wir uns auf das Neue einlassen können.
Umgang mit dem Leben: Verantwortung & Perspektiven
Ein grosses Geheimnis des Lebens liegt in der Balance bzw. im Mittelweg. Es ist der Weg der Verantwortung. Und damit sind wir ganz nah am eigentlichen Leben, das beim genaueren Hinsehen oft keine klaren Antworten zulässt.
Oft gibt es viele Möglichkeiten, einen nächsten Schritt, viele Meinungen und alle haben etwas Wahres.
Wir sind laufend aufgefordert um abzuwägen
Gefragt sind unsere Kompetenzen und damit die Suche nach für uns gangbaren und für die Gesellschaft unterstützen
den und fördernden Wegen.
Wir haben viele Möglichkeiten. Hinsehen lohnt sich. Denn so können aus Lebenskrisen Perspektiven entstehen und daraus zahlreiche neue Chancen, Leben gezielt zu gestalten – und das trotz besonderen äusseren Umständen.
© Christliche-Werte.ch, akutalisiert am 26.4.2026/Andreas Räber
Autor
Andreas Räber ist Enneagramm-Coach/Trainer und GPI®-Coach und fundierter Querdenker. Er fördert neue Denk- und Sichtweisen, zum einen als Autor zahlreicher Blogs, Fachartikel und Kurzgeschichten rund um Beruf, Glauben und Leben. Zum anderen begleitet er seit über 15 Jahren Menschen bei Themen wie Standortbestimmung, berufliche Neuorientierung, berufliche Selbstständigkeit, Persönlichkeitsentwicklung etc.
Er ist Inhaber der Webseiten christliche-werte.ch, christliche-lebensberatung.ch, ausbildung-tipps.ch, berufliche-neuorientierung.ch und christliche-feiertage.ch und Autor des wöchentlichen Impuls-Newsletters «Anstubser».
Andreas Räber ist zudem seit über 24 Jahren im Bereich Internet und Online-Marketing tätig.



















