Praktische Theologie – wenn Theorie eine andere Bedeutung erhält
Was verstehen Sie unter dem Begriff «Theologie»?
Geht es Ihnen wie mir? Ich sehe in Gedanken den Pfarrer predigen, der einen Text aus der Bibel in die heutige Zeit zu übersetzen versucht. Manchmal bleibt er in der Vergangenheit stehen. Redet von einer anderen Kultur. Manchmal spricht er von sich und seinen Erlebnissen. Mit diesen Informationen liefert er mir einen Gedankenanstoss, den ich weiterverfolgen und in meinem Alltag umsetzen sollte. Sollte!
Ich gebe es offen zu, manchmal scheint mir einiges davon sehr weltfremd.
So weit weg von meinem eigenen beruflichen und privaten Alltag. Vorgaben, die entweder zu hoch oder zu fremd sind. Theologie ist für mich eine Theorie, die an meinem Lebensstil-Firewall abgeblockt wird.
Ist Gott so fern?
«Ich bin bei euch alle Tage, bis an der Welt Ende» lautet ein bekannter Bibelvers. Eine Aussage von Jesus Christus. Von Gottes Sohn. «Ich bin der da ist» stammt ebenfalls aus der Bibel. Eine Zusage von Gott aus dem Alten Testament. Er sei da. Auch wenn wir ihn oft als fern empfinden. Weil er unsichtbar ist. Und unbeteiligt scheint. Predigten mit Themen aus einer anderen Realität bleiben mir fern. Sie berühren mich nicht. Anders ist es mit Geschichten von Menschen, die Gott im Alltag erlebt haben.
Selbsterlebtes hat etwas ganz Praktisches … Da scheint mir auch der Ansatz zu einer überzeugenden Theologie zu sein: praktische Theologie.
Die Praxis steigert die Erfahrung, das Erleben und gibt biblischen Aussagen einen tieferen Sinn
«Das macht Sinn» lautete der Slogan eines TV-Spots von Sunrise (siehe youtube.com– Sunrise Freedom). Persönliche Erlebnisse und Erfahrungen – auch nicht immer die einfachsten – die von Menschen mit «Das macht Sinn» kommentiert werden. Darin sehe ich das Geheimnis einer überzeugenden Theologie. Einer praxisorientierten Theologie. Persönliche Erlebnisse prägen unsere Sichtweise, unser Verständnis und unsere Erfahrungen. Werden zum Halt im Alltag.
Theologie muss, wie vieles andere, als Denkanstoss verstanden werden.
Wie wir es umsetzen in unserem Leben, muss zwingend dem oder der Einzelnen überlassen werden. Nur so finden wir Wege, Theologie zu verstehen. Ihre Botschaft zu leben. Als Unikat. Wie Gott uns schliesslich geschaffen hat!
Die Themen Theologie, Theologiestudium im Web
© christliche-werte.ch – überarbeitet am 15.2.2022 / ar
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Andreas Räber ist GPI®- und Enneagramm-Coach und fundierter Querdenker. Er ist Autor von zahlreichen Blogs, Fachartikel und Kurzgeschichten. Er ist Inhaber der Webplattformen christliche-werte.ch, christliche-lebensberatung.ch und christliche-feiertage.ch. Er war mehrere Jahre Mitglied in der Verlagsproduktions Kommission des ERF Verlags Schweiz, deren Ziel unter anderem war, theologisch verständliche christliche Kinderkassetten zu produzieren. Andreas Räber begleitet seit über 10 Jahren Menschen zu Themen wie berufliche Neuorientierung, Standortbestimmung, berufliche Selbstständigkeit wagen, Persönlichkeitsentwicklung etc. Mehr über Andreas Räber erfahren.
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Menschen von Gott erzählen, Menschen verständlich und praxisnah von Gott erzählen – das ist eine der Grundaufgaben eines Theologen. Dabei muss er seine ‚Zielgruppe‘ gut kennen. Welche Themen brennen den Menschen unter den Nägeln? Was beschäftigt die älteren, was die jüngeren? Wo sind die Schnittstellen zwischen den Generationen und wie kann Theologie vermittelt werden, damit möglichst viele etwas für ihr Leben mitnehmen können? Theologie beinhaltet ein umfassendes Wissen, das auch in einem Fernstudium erlernt werden kann.
Wir haben eine Umfrage unter evangelischen, katholischen und orthodoxen Theologen durchgeführt, warum sie sich für ein Theologiestudium entschieden haben. Interessant ist auch, was die Befragten heute beruflich machen. Nur ein Teil von ihnen ist als Pfarrerin oder Pfarrer in einer Gemeinde tätig. Die anderen arbeiten in der Seelsorge, in der Flüchtlingsarbeit, als Lehrer und Dozenten aber auch als Coach sowie in der Entwicklung von Führungskräften. Nachfolgend finden Sie die kurzen Lebensläufe einiger der befragten Theologen.
«Wie macht man Frauen glücklich?», «Wie mache ich es, dass mein Bart gleichmässig wächst?», «Wie mache ich ein Backup?» und «Wie mache ich aus dunkler Schokolade Milchschokolade?». Das alles sind Fragen, die Herr und Frau Schweizer der Suchmaschine Google stellen. (Quelle: Watson.ch – «Google-Trends: Das sind die häufigsten Google-Anfragen der Welt»). Während wir heute bei zahlreichen Fragen des Lebens einfach auf Suchmaschinen zugreifen und uns von dort schnelle Antworten wünschen, gibt es Themen, die alles andere als Kurzfutter und schon gar nicht auf die Schnelle verständlich sind. Zum Beispiel Texte aus der Bibel.
Was verstehen Sie unter Theologie? Geht es Ihnen wie mir? Ich sehe in Gedanken den Pfarrer predigen, der einen Text aus der Bibel in die heutige Zeit zu übersetzen versucht. Manchmal bleibt er in der Vergangenheit stehen. Redet von einer anderen Kultur. Manchmal spricht er von sich und seinen Erlebnissen.
Was bedeutet Theologie? Wer sich mit dem christlichen Glauben befasst, muss sich zwangsläufig auch mit der Theologie auseinandersetzen. Der Begriff «Theologie» entstammt der griechischen Sprache. «Theos» bedeutet Gott und «logos» Wort, Rede, Lehre.








