Einsamkeit überwinden
Alleinesein kann erholsam sein, besonders in stressigen Zeiten wie Weihnachten und Advent. Viele Menschen ziehen sich bewusst in die Einsamkeit der Natur zurück. Für andere ist einsam sein, erdrückend und Ausdruck einer nicht beschreibbaren inneren Leere. Über den Umgang mit Einsamkeit und wie wir aus ihr Kraft schöpfen können.
Die Themen im Überblick:

Unfreiwillige Einsamkeit? Das Gefühl ausgeschlossen worden zu sein? Einsamkeit unbedingt angehen!
Einsamkeit ernst nehmen
Einsamkeit ist ein ernstzunehmen, kann sie doch ganze soziale Gruppen beeinflussen: «Einsame Menschen bewegten sich immer stärker an den Rand sozialer Gruppen» so der Tagesanzeiger (Quelle: 2.12.09). Dies die Aussage in einer der Studie, an der unter anderem Forscher der Universitäten Chicago und Harvard beteiligt waren. Tagesschau.de berichtet am 30.6.2025, das laut WHO-Bericht, jeder sechste Mensch weltweit von Einsamkeit betroffen ist und zum Tod von 871#000 Menschen geführt hat.
«Eine soziale Bindung nach der anderen geht diesen Personen verloren. Nur ein einziger Mensch in einer Gruppe muss sich einsam und verlassen fühlen – und schon droht dieses Gefühl auf die übrigen Gruppenmitglieder überzugreifen.»
Frauen würden sich eher «anstecken» lassen als Männer, schreibt der Tagi weiter. Die Forscher der Studie, die in diesem Artikel erwähnt werden, sehen ihre These bestätigt, «dass Frauen stärker auf emotionale Unterstützung durch ihre Mitmenschen bauen.»
Einsamkeit als Folge von Leistungsdruck?
Einsamkeit war offenbar auch der Grund, warum sich das koreanischen Topmodels Daul Kim das Leben genommen hat. Auf ihrem Blog fanden sich zahlreiche Einträge, in denen das Mannequin über grosse Einsamkeit und Überlastung sprach, meldet der Stern in seiner Ausgabe vom 21. November 2009.
Spekulationen zufolge habe sie den Druck der Modeindustrie nicht mehr ausgehalten und beging Selbstmord. Daul Kim steht gemäss dem Bericht im Stern nicht alleine da. Im Frühjahr 2009 nahm sich wenige Strassen weiter Lucy Gordon das Leben. Die 28-jährige Schauspielerin, die früher modelte, wurde ebenfalls erhängt in ihrer Wohnung aufgefunden, schreibt der Stern weiter.

Sich sich selbst und anderen zumuten ist erlaubt. Eine Haltung der Gleichwertigkeit unterstützt den Kontakt zu Mitmenschen.
Was tun, wenn wir einsam sind?
Gleich vorweg, wenn Einsamkeit Suizid-Gedanken auslöst, ist der Gang zu einer medizinischen Fachperson unumgänglich!
Einsamkeit kann extrem belastend sein, weil sie unsere Gedanken negativ beeinflusst und so kann es sein, dass wir in der Opferrolle landen.
- «Niemand will mit mir zusammensein.»
- «Niemand hört mich und hat mich lieb.»
Glaubenssätze können uns so blind werden lassen und uns wertvolle Kraft nehmen. Das Beziehung zu anderen Menschen nicht immer einfach ist, ist bekannt. Ebenso das Schritte aus der Einsamkeit viel Überwindung und Kraft brauchen. Doch dabei sollten wir es nicht belassen.
So komisch es vielleicht klingen mag, aber wir dürfen uns anderen zumuten.
Zumuten bedeutet nicht unsere Mitmensch zu überrumpeln. Aber uns zeigen und bei passenden Themen mitdiskutieren.
Tipps gegen die Einsamkeit
- Die Schweiz ist das Land mit fast 100’000 Vereinen, die sich über neue Mitglieder:innen freuen. Auf vereinsverzeichnis.ch kann man sich digital einen Eindruck verschaffen.
- Manchmal kommt man durch ein Hobby in Kontakt. Das ist darum gut, weil man dann ein verbindendes Thema hat. Vereine wie die Naturfotografen der Schweiz, haben regelmässige Anlässe, an denen man teilnehmen kann.
- Manchmal suchen politische oder kirchliche Gemeinden auch freiwillige Mithelfer:innen. Erfahrungsgemäss lernt man an solchen Anlässen schnell neue Menschen kennen.
- Wer in einem Block wohnt, kann seine Mitbewohner auch mal spontan zu einem Kaffee einladen. Tipp: Ein bis zwei Wochen im Voraus ankündigen, am besten auch mündlich einladen.
- Manche Bibliotheken bieten auch Spielabende an oder Lismetegruppen. Oft ist es ein entspanntes zusammensein.
© Christliche-Werte.ch – akutalisiert am 5.6.2026/Andreas Räber
Autor
Andreas Räber ist Enneagramm-Coach/Trainer und GPI®-Coach und fundierter Querdenker. Er fördert neue Denk- und Sichtweisen, zum einen als Autor zahlreicher Blogs, Fachartikel und Kurzgeschichten rund um Beruf, Glauben und Leben. Zum anderen begleitet er seit über 15 Jahren Menschen bei Themen wie Standortbestimmung, berufliche Neuorientierung, berufliche Selbstständigkeit, Persönlichkeitsentwicklung etc.
Er ist Inhaber der Webseiten christliche-werte.ch, christliche-lebensberatung.ch, ausbildung-tipps.ch, berufliche-neuorientierung.ch und christliche-feiertage.ch und Autor des wöchentlichen Impuls-Newsletters «Anstubser».
Andreas Räber ist zudem seit über 24 Jahren im Bereich Internet und Online-Marketing tätig.

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