Meine grösste Herausforderung: Ein harmonisches Weihnachten

(Jasmin Taher) Ein harmonisches Weihnachten mit zufriedenen Kindern, glücklichen Vätern und entspannten Müttern ist meine grösste Herausforderung. Meine Erwartungen, die ich an das Weihnachtsfest im Kreis der Familie hege, sind wahrscheinlich viel zu hoch. Aber ich weiss, dass Weihnachten eigentlich nicht perfekt sein muss, um ein schönes Familienfest zu sein. Trotzdem befürchte ich, dass auch in diesem Jahr bei mir oder den Mitgliedern meiner Familie die Emotionen hochkochen werden. Einfach nur, weil unsere Vorstellungen andere waren oder nicht alle unsere Wünsche erfüllt wurden.

Es dunkelt schnell ein. Schon bald ist Weihnachten.

Weinachten steht vor der Türe

Es dunkelt schnell ein. Schon bald ist Weihnachten.

Meine Erwartungen und Befürchtungen

Ich habe Erwartungen an andere und hege Vorstellungen, was passieren könnte oder passieren sollte. Wenn dann die Aktionen oder Reaktionen meiner Lieben nicht meinen Erwartungen entsprechen oder sich meine Befürchtungen erfüllen, könnte es sein, dass ich nicht so entspannt reagiere, wie ich es gerne könnte.

Keine Lust auf das Krippenspiel

Meine eine Befürchtung ist, dass mein Mann wieder einmal keine Lust haben wird, mit den Kindern und mir zum Krippenspiel zu kommen. Dabei würde es mich freuen, wenn wir alle zusammen gingen.

Das Weihnachtsessen «passt» nicht ...

Dann erwarte ich, dass sich entweder mein Sohn über das grausige Essen beschweren oder der Rest der Familie darüber klagen wird, dass es an Heiligabend schon wieder Spinatlasagne gibt. Eine Lösung wäre natürlich, wenn ich ausser einem Weihnachtsmenü zusätzlich eine Lasagne vorbereite. Das würde für mich entweder eine Sonderschicht in der Küche bedeuten oder ich müsste Lamenti übers Essen ertragen.

Alleine zum Weihnachtsgottesdienst gehen

Meine Erwartung ist ausserdem, dass am ersten Weihnachtstag keiner mit mir in den Gottesdienst kommen wird, um einer Bach-Kantate zu lauschen und mit mir zu singen. Dabei ist meine grösste Freude an Weihnachten, aus voller Kehle «O du fröhliche» zu schmettern. (Aber ich habe mich im Laufe der Jahre bereits daran gewöhnt, dass nie jemand mit mir mitkommt.)

Konflikte vermeiden und sich in Gelassenheit üben

Damit es trotzdem ein schönes, harmonisches Fest wird, muss ich mich in Gelassenheit üben. Ich muss es einfach entspannt annehmen, dass ich «O du fröhliche» an Heiligabend und Weihnachten ohne meine Familie singen darf. Und ich bereite einfach zusätzlich zum Weihnachtsmenü eine Spinatlasagne vor – dieses Mal mit TK-Spinat und fertigen Lasageneplatten. Mein Sohn hatte nämlich sicher niemals die Erwartung an mich, dass ich den Nudelteig selbst mache und frischen Spinat für die Weihnachts-Lasagne verwende. Das war nur eine Anforderung, die ich mir – weil ja schliesslich Weihnachten ist – selbst gestellt hatte.

Häufig sind unsere Erwartungen, die wir an Weihnachten und an uns selbst haben, einfach viel zu hoch. Weihnachten muss nicht perfekt sein, sondern nur schön!

Frohe Weihnachten!

Ich wünsche Ihnen allen gesegnete, friedvolle, schöne, harmonische und frohe Weihnachten!

© christliche-werte.ch/Jasmin Taher – 13.11.2021

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