Glaubenswandel – wenn Glaube sich weiterentwickeln darf
So ihr nicht werdet wie die Kinder …
Wer hat nicht schon für schönes Wetter gebetet? Ein Anlass ist einem besonders wichtig und fürs Gelingen sollte einfach die Sonne scheinen oder wenigstens nicht regnen … Deshalb die hoffnungsvolle Bitte an Gott. Als Herr über Himmel und Erde ist es ihm doch ein Leichtes, in den Lauf der Natur einzugreifen. Kinderglaube? Darf Entwicklung sein? Darf Kinderglaube und Entwicklung sein? Und was könnte Wachstum im Glauben bedeuten?

Glaube und Wachstum: nehmen, erleben, sich verändern
Vom Nabel der Welt zum Wachstum der Persönlichkeit
Kinder sehen sich in einem gewissen Alter als Nabel der Welt, um den sich alles dreht. Die Eltern geben die äusseren Bedingungen vor, woran sie sich orientieren können und Geborgenheit erleben.
Im Normalfall kann sich ein Kind, wenn es ein Anliegen oder Problem hat, an seine Eltern wenden und diese helfen ihm weiter.
Mit zunehmendem Alter merken wir jedoch (hoffentlich), dass auch alle anderen Menschen die Nabel ihrer eigenen Welt sind. Und dass über den Eltern noch andere stehen – und die Eltern gar nicht so viel Macht haben, wie wir meinten. Wir lernen, dass andere auch ihre Bedürfnisse haben und wir Rücksicht nehmen müssen. Wir erkennen immer mehr und immer grössere Zusammenhänge. Normale menschliche Entwicklung findet statt.
Wachstum im Glauben
«Als ich ein Kind war, redete ich wie ein Kind, dachte wie ein Kind, urteilte wie ein Kind; als ich ein Mann wurde, tat ich weg, was kindlich war» ist im Korintherbrief 13,11 zu lesen. Hier ist ganz deutlich von innerer Veränderung die Rede. Was bedeutet das nun für das Glaubensleben?
Kinder werden erwachsen. Auch der Glaube wandelt sich im Lauf eines Lebens. Der einfache Kinderglaube darf durch erwachseneres Denken abgelöst werden.

Vertrauen, Geduld, Liebe zu sich und seinen Mitmenschen aufzubauen, ermöglicht Wachstum
Angst durch Vertrauen überwinden
Solche Weiterentwicklung kann mitunter schmerzhaft sein. Manchmal Kinder leiden in der Wachstumsphase ganz real an Schmerzen in den Gliedern. Im Laufe unserer äusseren und inneren Entwicklung kommen wir immer wieder mit Neuem und Unbekanntem in Berührung und das kann erst mal ganz schön Angst machen.
Je mehr Vertrauen ein Kind aufbauen kann, desto besser besteht es solche Herausforderungen. Genauso verhält es sich auch beim Wachstum im Glauben, auch hier spielt Vertrauen eine zentrale Rolle.
Vertrauen als Grundhaltung
Es ist ja nicht so, dass unser Wachstum nach der Kindheit aufhört. Als Erwachsene werden wir zwar nicht mehr grösser, hingegen sind unsere Körperzellen fortlaufend dabei, sich in gewissen Abständen zu erneuern. Und auch als Erwachsene sind wir ständigen Herausforderungen ausgesetzt und werden mit jeder bezwungenen Hürde stärker.
Je mehr Vertrauen wir in Gott aufbauen können, desto stärker werden wir im Glauben und desto mehr gelingt es uns, seiner Führung zu vertrauen.
Vielleicht kommen wir irgendwann zur Erkenntnis: Gott wird sehr wahrscheinlich nicht den Lauf der Welt für mich anhalten und extra für mich schönes Wetter veranstalten. Ein Landwirt benötigt für die keimende Saat auf dem trockenen Acker unter Umständen unbedingt einen Regentag – um diesen Gedanken noch etwas weiterzuspinnen. Und das ist immer noch nicht sehr weit gedacht.
Vielleicht muss der besagte Anlass auf ein Schlechtwetterprogramm ausweichen. Oder schlimmer noch, jemand bricht sich ein Bein.
Egal, was geschieht, wir dürfen grundlegend darauf vertrauen, dass Gott es gut mit uns meint und dass er die Lage im Griff hat, auch wenn es momentan schwierig ist.
Glaube, Hoffnung, Liebe
Gott ist in allen Lebenslagen mit dabei. Er ist immer nahe, ob die Sonne nun scheinen mag oder nicht. Die am Himmel oder die in unserem Herzen. Das Kapitel 13 im 1. Korintherbrief schliesst folgendermassen: «Was bleibt, sind Glaube, Hoffnung, Liebe. Die Liebe aber ist das Grösste».
Der Glaube, dass Gott es gut mit uns meint, die Hoffnung, dass in allem und trotz allem Wachstum geschieht und die Liebe, mit der uns Gott trägt – und die die Welt zusammenhält.

Persönliches Wachstum im Glaube und in der Persönlichkeit dank dem Hören von christlichen Podcasts!
Wachstum dank Podcast Hören
Was wir als erstes gelernt haben, setzt die primären Spuren und prägt sich tief in unsere Seele ein. In unserer heutigen Welt sind das bei vielen Menschen nicht unbedingt Glaube, Hoffnung und Liebe. Oder nicht in genügendem Mass. Zum Glück kann unsere Seele kann nachlernen. Schritt für Schritt. Ähnlich wie im Berufsleben eine zweite Ausbildung machen oder Weiterbildungskurse. Das kostet Mühe, lohnt sich aber garantiert. Auch unsere Seele darf ablegen, was kindlich ist.
Wir dürfen unsere kindlichen Glaubenssätze ablegen und als Mann oder Frau denken und handeln.
Als Kinder bezogen wir alles, was um uns herum geschah, auf uns. Das müssen wir heute nicht mehr. Hat unsere Seele das mitbekommen? Oder gelten immer noch innere Wahrheiten wie beispielsweise: Wenn es Streit gibt, bin ich schuld? Also ja möglichst angepasst bleiben. Oder sind es grundsätzlich die anderen? Also muss ich ständig auf der Hut sein. Solche verborgenen Überzeugungen sind gar nicht selten und äussern sich vor allem bei Meinungsverschiedenheiten oder in anderen Stresssituationen.
Gewisse Überzeugungen können in unseren Gedanken festsitzen, ohne dass wir das überhaupt merken, weil wir nichts anderes kennen.
Ist doch normal so! Eine stumme Stimme, die uns ununterbrochen etwas vorbetet.
Eine gute Möglichkeit, uns zu orientieren, ist das Hören wertvoller Podcasts. Das füllt Kopf und Herz mit denjenigen Inhalten, die wir heute selbst aussuchen können. Das bildet die Grundlage für ein erwachsenes Denken und Handeln. Podcasts kann man bequem zu der Zeit und an dem Ort hören, die zu einem passt. Auf dem Arbeitsweg, bei der Hausarbeit, beim Joggen etc.

Gemeinsam wachsen – von anderen profitieren
Wachstum stärkt: einzelne und Gruppen
In Zeiten von Künstlicher Intelligenz und jeder Menge Fake News finde ich es äussert wichtig, sehr aufmerksam zu sein und die Qualität der Medien gut zu prüfen, von denen man sich informieren lässt.
Und sich mit anderen auszutauschen, auch mit solchen Menschen die vielleicht nicht «unserer Gruppe» angehören. Über den eigenen Tellerrand hinausblicken. Die sogenannte Schwarmintelligenz beschreibt das Phänomen, dass kollektives Wissen komplexe Probleme effizient lösen kann. Gruppen können also oft intelligenter handeln als einzelne Menschen.
Und wenn die einzelnen Gruppen erst noch miteinder in Dialog treten würden, täte das unserer Menschheit meiner Meinung nach bestimmt sehr wohl.
Arbeiten wir gemeinsam daran!
© Christliche-Werte.ch, überarbeitet am 3.2.2026, Andreas Räber
Autor und redaktionelle Leitung christliche-werte.ch
Andreas Räber ist Enneagramm- Coach, Trainer und GPI®-Coach und fundierter Querdenker. Er ist Autor von zahlreichen Blogs, Fachartikel und Kurzgeschichten. Er ist Inhaber der Webplattformen christliche-werte.ch, christliche-lebensberatung.ch und christliche-feiertage.ch. Er war mehrere Jahre Mitglied in der Verlagsproduktions Kommission des ERF Verlags Schweiz, deren Ziel unter anderem war, theologisch verständliche christliche Kinderkassetten zu produzieren. Andreas Räber begleitet seit über 15 Jahren Menschen zu Themen wie berufliche Neuorientierung, Standortbestimmung, berufliche Selbstständigkeit wagen, Persönlichkeitsentwicklung etc. Mehr über Andreas Räber erfahren.

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