Pfingsten: unsichtbare Person mit sichtbaren Auswirkungen
Warum feiern wir eigentlich Pfingsten? Welchen Hintergrund hat dieser christliche Feiertag? Warum ist Pfingsten so wichtig und was bedeutet er für die Christen? Vielen Menschen ist dieses geschichtliche Ereignis fremd. Ganz «einfach erklärt» wurden an Pfingsten die nächsten Freunde von Jesus Christus mit dem Heiligen Geist erfüllt. Wie sollte man heute noch an so etwas wie Pfingsten glauben können? An etwas, das derart weit zurückliegt und auch schwer nachvollziehbar ist? An die Erfüllung mit einem Geist glauben? Etwas, das man nicht sehen und schon gar nicht beweisen kann? Ist es vielleicht doch sichtbar? Nämlich anhand nachhaltiger Veränderungen von Persönlichkeiten.
Die Themen in diesem Artikel:
Pfingsten ist wie Wind. Man sieht ihn nicht, nur seinen Auswirkungen.

Pfingsten ist wie Wind. Man sieht ihn nicht, nur seinen Auswirkungen.
«Blindes» Vertrauen oder Glauben an etwas, das man nicht sieht?!
Kann man an etwas glauben, dass man nicht sieht? In jedem Haushalt gibt es Geräte, die ans Stromnetz angeschlossen werden müssen. Um den Strom anzapfen zu können, müssen wir den Stecker an einer Steckdose anschliessen. Keiner würde je bezweifeln, dass aus der Steckdose auch tatsächlich Strom fliesst, obwohl man den Strom ja gar nicht sieht. Vielleicht hilft dieser Vergleich, um den Heiligen Geist etwas besser verstehen zu können.
Der Heilige Geist: unsichtbar und doch kraftvoll
Man kann den Heiligen Geist nicht sehen. Aber Menschen, die eine Beziehung zu Gott pflegen, glauben an ihn. Und mit glauben ist hier nicht ein Vermuten oder Hoffen gemeint, es ist eine feste Überzeugung. Die Auswirkungen dieses Glaubens an den Heiligen Geistes sind auch heute noch in Menschenleben sichtbar. Durch Menschen, die durch ihren Glauben Veränderung in ihrem Leben erfahren haben.
Aber man muss, wie beim Strom, auch hier den «Stecker» anschliessen, d. h. man muss den Kontakt zu Gott und damit zum Heiligen Geist suchen und sein Wirken zulassen.
Um ein uns verständliches Bild zu verwenden.
Geschichte von Pfingsten: Veränderung durch den Heiligen Geist
Petrus, einer der Freunde von Jesus Christus, stand nach dem Pfingstereignis mutig auf und erklärte den Anwesenden, was geschehen war. Petrus, ein charismatischer Fischer, mit einem manchmal sehr stürmischen Charakter, hatte zu Lebzeiten Jesu seinen Mund manchmal etwas zu voll genommen. Später, in wichtigen Momenten, hatte er teils kläglich versagt. Beim Pfingstereignis jedoch, gab es jedoch keinen Widerspruch mehr zwischen seinem Reden und Handeln. Er stand zu seinem Glauben, der für viele Anwesende oft nicht nachvollziehbar war.
Mut, Motivation und Zuversicht dank dem christlichen Glauben
Petrus wurde durch den Heiligen Geist in seinem Glauben gestärkt und dieser liess ihn Übernatürliches tun: In den folgenden Tagen heilte er laut dem historischen Bericht aus der Bibel, einen Gelähmten und verwunderte durch sein Wirken viele Anwesende. Er erklärte, dass er dies nicht aus seiner eigenen Kraft getan hätte, sondern dass er die Vollmacht durch Gottes Geist bekommen habe. Sein Glaube gab ihm Mut, Motivation und Zuversicht, Dinge zu tun, die er vorher nie für möglich gehalten hätte. (Quelle: Hoffnung für alle, Apg. 2 + 3)
Der christliche Glaube verändert von innen nach aussen.

Der christliche Glaube verändert von innen nach aussen.
Wirkt der Heilige Geist auch heute noch?
Auch heute will Gott seinen Geist denen geben, die ihn darum bitten – so lehren es die christlich orientierten Kirchen. Das heisst, er sucht die Beziehung zu den Menschen und will sie durchs Leben begleiten. Er will Leben verändern – wie damals schon bei Petrus. Er will denen Mut machen, die verzagt sind und helfen, schwierige Situationen im Leben zu meistern. Gott will Traurigen neue Lebensperspektiven und Hoffnung schenken, wo es menschlich gesehen keine Hoffnung mehr gibt.
Auch heute gibt es Menschenleben, die ein Getragen-sein durch den Heiligen Geist abbilden, in allen Situationen des Lebens. Menschen, die durch ihren Glauben eine Hoffnung ausstrahlen, obwohl es menschlich gesehen keine mehr gibt.
© Christliche-Werte.ch, aktualisiert am 29.5.2026/Andreas Räber
Autor und redaktionelle Leitung christliche-werte.ch
Andreas Räber ist Enneagramm-Coach, Trainer, GPI®-Coach und fundierter Querdenker. Er fördert neue Denk- und Sichtweisen zum einen als Autor von zahlreichen Blogs, Fachartikeln und Kurzgeschichten rund um Beruf, Glauben und Leben. Zum andern begleitet er seit über 10 Jahren Menschen zu Themen wie berufliche Neuorientierung, Standortbestimmung, berufliche Selbstständigkeit wagen, Persönlichkeitsentwicklung etc.
Er ist Mitglied der reformierten Landeskirche und Inhaber der christlichen Webseiten christliche-werte.ch, christliche-lebensberatung.ch und christliche-feiertage.ch und Initiant und Autor der wöchentlichen Impulse Newsletters «Anstubser». Andreas Räber ist zudem seit über 20 Jahren im Bereich Internet und Online-Marketing tätig. Mehr über Andreas Räber erfahren.

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