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	Kommentare zu: Die Angst vor der christlichen Gemeinde	</title>
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	<description>Dem christlichen Glauben begegnen</description>
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		Von: Name der Redaktion bekannt		</title>
		<link>https://christliche-werte.ch/angst-christliche-gemeinde-kirche-mitarbeit/#comment-445</link>

		<dc:creator><![CDATA[Name der Redaktion bekannt]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Jan 2024 13:08:01 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Nachfolgend ein Beitrag (Feedback zum Artikel und Erfahrungsbericht), der christliche-werte.ch per Mail zugestellt wurde. Der Name des Autoren ist der Redaktion bekannt. 

«Sehr geehrte Damen und Herren!

ich war über 30 Jahre lang in einer Freikirche, bin dort aufgewachsen doch was mich schon als Kind sehr gestört hat waren die zahlreichen Gemeindeaktivitäten an denen wir als Kinder teilnehmen sollten. 

Ich hatte in meiner Schulzeit 2 Tage Ganztagsschule, viele Hausaufgaben, viele Klassenarbeiten, Referate, Nachhilfe und musste viel für die Schule lernen. Dazu kamen dann noch der biblischen Unterricht mit seinen Hausaufgaben, Teenkreis und sonntags Gemeindeaktivitäten. Hinzu kamen oft noch andere Sachen dazu, Freizeiten vom Teenkreis, Freizeiten vom biblischen Unterricht, Ferienbibelkurs in Biedenkopf usw. 

Ich war von der Schule oft total erschöpft und wollte mich nach dem lernen gerne hinlegen um zu schlafen weil ich so kaputt war, doch das ging nicht weil ich dann zur Gemeinde fahren musste. Man konnte es sich nicht leisten zu fehlen denn wenn es so war, wurde man als lauer Christ bezeichnet und es wurde erwartet, dass man jede Woche an diesen Aktivitäten teilnahm. 

So kam es dann zu einem Burnout und unter den Folgen leide ich auch noch heute als Erwachsener, Tinnitus, das geht nie mehr weg und das habe ich seit meiner Schulzeit. Ich hatte dann einen Burnout mit Schwindelattacken und allen möglichen Symptomen. 

Wir sind eine Leistungsgesellschaft und die Anforderungen im Berufsleben werden immer mehr, die Gemeinde ist leider genauso. Sie ist ebenfalls eine Leistungsgesellschaft und der Gemeinde ist es egal wie es den Menschen geht denn es geht ihnen nur um deine Arbeitskraft! Nach über 30 Jahre verließ ich meine Gemeinde, heiratete. 

Die Gemeinde zu verlassen war für mich wie ein grosser Befreiungsschlag, endlich hatte ich mal die Möglichkeit mich nach der Arbeit auszuruhen und am Wochenende komplett abzuschalten ohne weitere Verpflichtungen, das kannte ich in den ganzen 30 Jahren Gemeindeleben nicht! 

Seit einigen Jahren bin ich jetzt aus meiner Gemeinde weg und fühle mich auch heute noch sehr befreit innerlich. Nach einer langen Auszeit bin ich dann ins Gebet gegangen um zu überlegen ob Gott eine neue Aufgabe für mich hat. Seit meiner Kindheit beschäftigt mich das Thema Weltmission. Da mein Mann und ich in unseren Urlauben schon oft in Asien waren haben wir da eine grosse geistliche Not gesehen. So habe ich dann eine Missionsgesellschaft gefunden die viel in Asien tätig ist. So habe ich dann dort Gebetspartnerschaften für Missionare in Thailand, Japan und Taiwan übernommen. Ansonsten machen wir Gebetsmeetings wo Missionare aus verschiedenen Ländern zugeschaltet werden per Zoom die dann von ihrer Arbeit erzählen und wir beten dann für sie. Sonst machen wir auch noch Gebetsmeetings wo wir für die Regierungen und Leitungen verschiedener Länder beten. 

Für mich ist das eine grossartige Aufgabe die ich sehr gerne mache und es ist immer wieder toll zu sehen wie Gott Gebete erhört! Das tolle an dieser Arbeit ist, dass ich eine freie Zeiteinteilung habe und das von zu Hause aus machen kann. Sonst habe ich Christen außerhalb der Gemeinde kennengelernt mit denen ich Gemeinschaft haben kann. Das tolle ist, dass ich selber meine Termine bestimmen kann. So finden diese Treffen immer an unterschiedlichen Wochentagen zu unterschiedlichen Tageszeiten statt. Es ist eine beziehungsorientierte Gemeinschaft wo wir uns gegenseitig ganz anders öffnen kann als in einer Gemeinde. Wir können füreinander beten, tauschen Gebetsanliegen aus, schicken Bibelverse usw. Die Gemeinschaft in der Gemeinde ist programmorientiert, das Programm steht dort immer im Vordergrund aber das macht es schwierig eine beziehungsorientierte Gemeinschaft zu führen finde ich denn nach dem Programm geht man nach Hause. Gebet findet meistens so meine Erfahrung eher oberflächlich statt was mir immer sehr gefehlt hat. Wenn wir Gebetsmeetings haben dauern Gebete oft eine ganze Stunde und Gott schickt einem dann Gedanken wo man vor dem Gebet gar nicht dran dachte. 

Ich kann mir absolut nicht mehr vorstellen in einer Ortsgemeinde zu sein! In der Bibel steht nämlich nicht, dass wir uns am Sonntagmorgen um 10 Uhr in der Gemeinde versammeln sollen, wir finden auch nicht, dass Treffen mit anderen Christen immer an einem bestimmten Wochentag und zur gleichen Uhrzeit stattfinden sollen. Für mich war es eine sehr gute Entscheidung meine Gemeinde zu verlassen und einen neuen Weg einzuschlagen, ich habe es bisher nie bereut und ich werde meinen Weg so weiter gehen.»

Haben Sie ähnliche Erfahrungen gemacht? Christliche-Werte.ch freut sich auf Ihren Kommentar (auch anonym möglich). Vielen Dank.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachfolgend ein Beitrag (Feedback zum Artikel und Erfahrungsbericht), der christliche-werte.ch per Mail zugestellt wurde. Der Name des Autoren ist der Redaktion bekannt. </p>
<p>«Sehr geehrte Damen und Herren!</p>
<p>ich war über 30 Jahre lang in einer Freikirche, bin dort aufgewachsen doch was mich schon als Kind sehr gestört hat waren die zahlreichen Gemeindeaktivitäten an denen wir als Kinder teilnehmen sollten. </p>
<p>Ich hatte in meiner Schulzeit 2 Tage Ganztagsschule, viele Hausaufgaben, viele Klassenarbeiten, Referate, Nachhilfe und musste viel für die Schule lernen. Dazu kamen dann noch der biblischen Unterricht mit seinen Hausaufgaben, Teenkreis und sonntags Gemeindeaktivitäten. Hinzu kamen oft noch andere Sachen dazu, Freizeiten vom Teenkreis, Freizeiten vom biblischen Unterricht, Ferienbibelkurs in Biedenkopf usw. </p>
<p>Ich war von der Schule oft total erschöpft und wollte mich nach dem lernen gerne hinlegen um zu schlafen weil ich so kaputt war, doch das ging nicht weil ich dann zur Gemeinde fahren musste. Man konnte es sich nicht leisten zu fehlen denn wenn es so war, wurde man als lauer Christ bezeichnet und es wurde erwartet, dass man jede Woche an diesen Aktivitäten teilnahm. </p>
<p>So kam es dann zu einem Burnout und unter den Folgen leide ich auch noch heute als Erwachsener, Tinnitus, das geht nie mehr weg und das habe ich seit meiner Schulzeit. Ich hatte dann einen Burnout mit Schwindelattacken und allen möglichen Symptomen. </p>
<p>Wir sind eine Leistungsgesellschaft und die Anforderungen im Berufsleben werden immer mehr, die Gemeinde ist leider genauso. Sie ist ebenfalls eine Leistungsgesellschaft und der Gemeinde ist es egal wie es den Menschen geht denn es geht ihnen nur um deine Arbeitskraft! Nach über 30 Jahre verließ ich meine Gemeinde, heiratete. </p>
<p>Die Gemeinde zu verlassen war für mich wie ein grosser Befreiungsschlag, endlich hatte ich mal die Möglichkeit mich nach der Arbeit auszuruhen und am Wochenende komplett abzuschalten ohne weitere Verpflichtungen, das kannte ich in den ganzen 30 Jahren Gemeindeleben nicht! </p>
<p>Seit einigen Jahren bin ich jetzt aus meiner Gemeinde weg und fühle mich auch heute noch sehr befreit innerlich. Nach einer langen Auszeit bin ich dann ins Gebet gegangen um zu überlegen ob Gott eine neue Aufgabe für mich hat. Seit meiner Kindheit beschäftigt mich das Thema Weltmission. Da mein Mann und ich in unseren Urlauben schon oft in Asien waren haben wir da eine grosse geistliche Not gesehen. So habe ich dann eine Missionsgesellschaft gefunden die viel in Asien tätig ist. So habe ich dann dort Gebetspartnerschaften für Missionare in Thailand, Japan und Taiwan übernommen. Ansonsten machen wir Gebetsmeetings wo Missionare aus verschiedenen Ländern zugeschaltet werden per Zoom die dann von ihrer Arbeit erzählen und wir beten dann für sie. Sonst machen wir auch noch Gebetsmeetings wo wir für die Regierungen und Leitungen verschiedener Länder beten. </p>
<p>Für mich ist das eine grossartige Aufgabe die ich sehr gerne mache und es ist immer wieder toll zu sehen wie Gott Gebete erhört! Das tolle an dieser Arbeit ist, dass ich eine freie Zeiteinteilung habe und das von zu Hause aus machen kann. Sonst habe ich Christen außerhalb der Gemeinde kennengelernt mit denen ich Gemeinschaft haben kann. Das tolle ist, dass ich selber meine Termine bestimmen kann. So finden diese Treffen immer an unterschiedlichen Wochentagen zu unterschiedlichen Tageszeiten statt. Es ist eine beziehungsorientierte Gemeinschaft wo wir uns gegenseitig ganz anders öffnen kann als in einer Gemeinde. Wir können füreinander beten, tauschen Gebetsanliegen aus, schicken Bibelverse usw. Die Gemeinschaft in der Gemeinde ist programmorientiert, das Programm steht dort immer im Vordergrund aber das macht es schwierig eine beziehungsorientierte Gemeinschaft zu führen finde ich denn nach dem Programm geht man nach Hause. Gebet findet meistens so meine Erfahrung eher oberflächlich statt was mir immer sehr gefehlt hat. Wenn wir Gebetsmeetings haben dauern Gebete oft eine ganze Stunde und Gott schickt einem dann Gedanken wo man vor dem Gebet gar nicht dran dachte. </p>
<p>Ich kann mir absolut nicht mehr vorstellen in einer Ortsgemeinde zu sein! In der Bibel steht nämlich nicht, dass wir uns am Sonntagmorgen um 10 Uhr in der Gemeinde versammeln sollen, wir finden auch nicht, dass Treffen mit anderen Christen immer an einem bestimmten Wochentag und zur gleichen Uhrzeit stattfinden sollen. Für mich war es eine sehr gute Entscheidung meine Gemeinde zu verlassen und einen neuen Weg einzuschlagen, ich habe es bisher nie bereut und ich werde meinen Weg so weiter gehen.»</p>
<p>Haben Sie ähnliche Erfahrungen gemacht? Christliche-Werte.ch freut sich auf Ihren Kommentar (auch anonym möglich). Vielen Dank.</p>
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